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Zu retten was zu retten ist.
Von der Fülle her schon schwer so lesen.
Bekommt man doch einen guten Einblick.
Wir danken Frau Axer, Herr Dr. Berger, Herr Müller sowie Herrn Welfers für ihren Mut!
Ein Versuch war es wert.

Wir brauchen aber eine umfassende Löstung, die alle betroffenen Orte (Stadtteile) in möglichst kurzer Zeit entlasten.
Dazu muß der Verkehr an der Wurzel gepackt werden, da wo er entsteht. Dazu werden nur 2 kurze Strassen benötigt um auf die nächste Schnellstraße zu kommen.

 

Bau der L364n, Umgehung Hückelhoven
Gespräch mit Straßen NRW am 10.7.2018
Teilnehmer:
Straßen NRW: Hückelhoven:
Fr. Quack, Projektleiterin H. Welfers, Stadt Hückelhoven
H. Münster, Leiter Planung Fr. Axer, CDU Fraktion
Fr. Klönne, Planerin H. Müller, "
H. Pannen, Referendar H. Dr. Berger, SPD Fraktion

Zu Beginn des von H. Welfers moderierten Gespräches wurde der fehlende Lärmschutz diskutiert. Lt. Straßen NRW wurde auf der Basis von Zählungen in den Jahren 1993/94 für 2010 ein Verkehrsaufkommen von 13.000 - 13.700 Fahrzeugen pro Tag (Fz/d) hochgerechnet mit einem LKW Anteil tags von 20% und nachts von 10%. Angenommen wurde bei den Immissionsberechnungen die jeweils ungünstigste Windrichtung sowie eine nicht geschwindigkeitsbegrenzte Straße (PKW 100km/h, LKW 80km/h).
Bei der letzten Zählung in 2015 wurden max. 11.500 Fz/d festgestellt, die z.T. auch nach dem Neubau der L364n weiterhin über die Dinstühlerstraße abfließen werden.
Die Aussage von Straßen NRW lautete: "Die zusätzliche Lärmbelastung durch die neue Straße ist den Anliegern zuzumuten, sofern die Grenzwerte eingehalten werden". Eine Überschreitung der Grenzwerte würde bei den gegebenen Abständen erst bei etwa 20.000 Fz/d eintreten.
Zusätzlicher Lärmschutz müsse evtl. neu planfestgestellt werden. Entsprechender Bauraum auf den Dämmen ist nicht vorgesehen.
Die Bauzeit wird bis etwa Ende 2022 erwartet.
Der Damm in Höhe Hückelhovener Straße wird etwa 1m hoch sein (die Hückelhovener Straße wird tief gelegt und die L364n darüber geführt) und bis zur L117 auf etwa 4m ansteigen. Neben der Hückelhovener Straße wird es nur noch eine Trassenquerung im Bereich der Bebauung geben. Die Verlängerung der Lambertus Straße wird ebenfalls tiefer gelegt und unter der L364n weitergeführt. Entlang der Trasse wird es eine Hecken- und Baumbepflanzung geben.
Die Vertreter der Politik wie auch Herr Welfers zeigten sich enttäuscht, dass bei der erwarteten Verkehrsbelastung der Neubaustrecke kein Schallschutz vorgesehen ist. Die Breite der Trasse wird ebenfalls nicht für den späteren Bau von Schallschutzelementen vorgesehen. Diese Haltung von Straßen NRW wird der Bevölkerung nicht zu vermitteln sein.
Breiten Raum nahm auch der Bau der neuen Wirtschaftswege auf Doverner und auf Hückelhovener Seite unmittelbar hinter den Grundstücken ein. Diese Wege sind eine Auflage im Planfeststellungsbeschluss und müssen lt. Straßen NRW unverändert gebaut werden. Sie basieren auf Forderungen der Landwirte, die diese in Anhörungen 2002 und 2003 vorgebracht haben. Einwände gegen diese Wege wurden von der Bezirksregierung zugunsten der Wünsche der Landwirte abgelehnt. Auch dieses Ergebnis ist den Anliegern schwer vermittelbar, da sie eine beträchtliche Einschränkung ihrer Lebensqualität insbesondere bei der Gartennutzung befürchten.
Letzter Punkt war die Frage, ob die Frist für den Baubeginn nach der Planfeststellung 2004 abgelaufen ist. Straßen NRW erläuterte, dass es eine Bundesverordnung gebe, nach der bereits der Kauf wesentlichen für den Bau benötigten Grundstücke als Baubeginn gelte. In den ersten fünf Jahren seien etwa 70% der benötigten Grundstücke erworben worden. Gerichte hätten in anderen Verfahren bereits den Kauf von 25% für ausreichend erachtet.
Bezüglich des Weiterbaus der L364 als Umgehung Hilfarth berichtete Straßen NRW, dass mit der Umweltverträglichkeitsprüfung begonnen worden sei und noch in 2018 der Scoping Termin stattfinden soll.
Leider gab es im gesamten Gespräch seitens Strassen NRW an keinem Punkt erkennbares Entgegenkommen.
Im Nachgespräch kündigte Herr Welfers an, eine Überprüfung der Annahmen und Berechnungen zur Notwendigkeit von Schallschutzmaßnahmen in Auftrag zu geben.