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Manuscript

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich darf Sie auch heute wieder begrüßen und freue mich, dass Sie alle zu unserem zweiten Waldspaziergang „2019“ erschienen sind.

 

Schauen wir uns zunächst noch einmal für die „neuen“ unter uns den bereits genehmigten bzw. freigegebenen Bauabschnitt sowie den aktuellen Stand der Weiterführung der L364n an.

 

Der erste Bauabschnitt, welcher vor mehr als 20 Jahren geplant wurden ist, sieht vor, dass die L364n am „neuen“ Kreisverkehr an der Autobahnauffahrt angeschlossen wird und an der L117 zwischen Hückelhoven und Doveren endet. Hierzu zu sind 5 Brückenbauwerke, eine Zerschneidung des Junkernberges sowie von Hückelhoven und Doveren notwendig!

 

Allein der freigegebene Bauabschnitt der L364n bis zur L117 ohne Lärmschutz, welcher gem. Aussagen von Straßen NRW auch nicht nachgerüstet werden kann, kostet „offiziell“  schon 19 Mio. Euro und das für eine Strecke von 2,5 km, jedoch geht Straßen NRW mittlerweile von einer höheren Summe aus und das für eine Problemverlagerung inkl. Lärmbelästigung der direkten Anwohner!

 

Die Ortsumgehung Hilfarth, der zweite Bauabschnitt, ist noch gar nicht geplant, es wurde noch keine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt und in der damaligen „Rohplanung“ wurde auch nicht das neue Baugebiet in Hilfarth berücksichtigt. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren diverse neue Baurichtlinien verabschiedet, die die Weiterführung erschweren!

 

Sofern die Ortsumgehung Hilfahrt trotz der erschwerten Bedingungen gebaut wird, würde dies bedeuten, dass die Weiterführung definitiv einen Lärmschutz enthalten muss! Dies würde für die direkten Anwohner des ersten Bauabschnittes bedeuten, dass sie bewusst als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und das lassen wir uns nicht gefallen!

 

Es ist ganz deutlich in den Plänen erkennbar, dass die Trasse unmittelbar am Friedhof entlanggeführt werden soll. Das heißt, dass unser Friedhof, die letzte Ruhestätte der Toten, der Ort des Friedens, der Trauer, des Gedenkens und der Besinnung durch eine „starkbefahrene“ Straße massiv gestört wird.

 

Für Friedhöfe und Parkanlagen gilt ein Immissionswert von 55 dB. Straßenlärm mit Schwerlasttransportern verursacht jedoch einen Wert von 85 bis 90 dB. Solche Lärmimmissionen sind mit der im Gesetz verankerten Zweckbestimmungen eines Friedhofes nicht vereinbar.

Durch die geplante Ortsumgehung Hückelhoven/ Doveren würden sämtliche Vorgaben und Rechtsprechungen für Friedhöfe fahrlässig übergangen und sträflich missachtet. Die Thematik wurde von Frau Sester an unseren Bürgermeister, dem Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle, den Fraktionsvorsitzenden und dem Bistum Aachen schriftlich zugestellt, mit der Bitte sich zu dieser Thematik zu äußern.  Es ist lediglich ein Schreiben vom Bürgermeister eingegangen, in dem der Eingang des Schreibens bestätigt wurde und das, dass Schreiben an Straßen NRW zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet wurde.

 

Von den anderen Stellen und Personen wird die Thematik wieder totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt, da man ggfs. weiß, dass diese stichhaltigen und rechtlich einwandfreien Tatsachen den Bau der L364n gefährden würden!

 

In jeder Äußerung der befürwortenden Partei und des Landtagsabgeordneten Herrn Schnelle wird erwähnt, dass diese Straße auch der Erschließung des Industriegebietes Lindern diene. 

 

Dieser dürre Satz in jeder Äußerung der zuvor genannten Person bzw. Partei beschreibt jedoch den wichtigsten Grund die L364n zu bauen.

Dies haben die Herren Krückel und Schnelle (beide CDU) in ihrem Presseartikel vom 08. Januar 2019 auch bestätigt. In diesem Artikel heißt es nämlich: „Als besonderes Ass, das der Kreis Heinsberg für die Zukunft im Ärmel hat, bezeichnen die Abgeordneten die zum größten Teil im Landesbesitz befindliche LEP-IV-Fläche in Geilenkirchen Lindern. Die CDU-FDP Koalition in Düsseldorf habe unter anderem mit der Umsetzung der lange geplanten Landstraße L364n als zentralem Straßenbauprojekt zur Erschließung der Fläche dafür gesorgt, dass nach Jahren des Stillstands nun Bewegung in die Entwicklung komme.“

 

Dies bedeutet, dass Herr Schnelle es in Kauf nimmt, dass die direkten Anwohner an der Ortsumgehung Hückelhoven/ Doveren sich zukünftig als Menschen zweiter Klasse fühlen müssen und er erwähnte, dass diese mit dem „bisschen“ Lärm auskommen müssen.

 

Außerdem bedeutet die Ortsumgehung, dass ein mögliches Zusammenwachsen der Ortschaften Doveren und Hückelhoven Geschichte ist.

 

Zahlreiche Leserbriefe richten sich gegen uns, in denen wir unter anderem als Wutbürger bezeichnet wurden und uns die Anwohner der Gladbacher Straße, des Marktes sowie der Dinstühler Straße egal sind bzw. wir auch an die Schulkinder denken müssten! Und genau an die Menschen denken wir ebenfalls, denn durch den ersten Bauabschnitt der L364n kommt es zu keiner wirklichen Entlastung der zuvor genannten Straßen! Denn welcher Bürger nimmt einen Umweg in Kauf, um dann auch noch an der L117 im „Stau“ zu stehen!

 

Wir alle hier, sind für eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger von Hückelhoven, Doveren und Baal und haben schon mehrfach die sinnvolleren Alternativen aufgezeigt. 

 

Denn durch den derzeitigen Bau der L117n (Ratheim/ Millich) werden sich nach Fertigstellung schon ganz andere Verkehrsströme für Hückelhoven ergeben und somit bereits die Gladbacher Straße, den Markt und die Dinstühler Straße erheblich entlasten, da die ganzen Zulieferer der Unternehmen in Hückelhoven bereits die neue Ortsumgehung, L117n, nutzen können!

 

Zusätzlich sollten die Parteien die Anbindung des Industriegebietes Baal an die neue B57n forcieren, wodurch die Ortschaften Doveren und Baal erheblich entlastet würden!

 

Zudem war bereits in den 90er Jahren die Anbindung des geplanten Industriegebietes Linderen an die Autobahn A46 in Dremmen genehmigt. Die Umgehung führte an den Ortschaften Randerath und Himmerich vorbei! Jedoch waren die damalige Bürgermeister Offergeld und Schmitz (CDU) gegen den der Bau der K5N. Warum liebe Politiker schauen Sie sich nicht einmal die alten Pläne der K5n an und setzen die um?

 

Zudem ist allgemein bekannt, dass von Unternehmen bei deren Standortentscheidung immer der kürzeste Weg zur Autobahn gefordert ist und dies würde die K5n erfüllen und die L364n erfüllt dies definitiv NICHT!

 

Wir fordern daher zusätzlich zur L117n (bereits im Bau), den Bau der B57n zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger von Doveren und Baal sowie den Bau der K5n.

 

Außerdem lassen wir uns nicht als WUTBÜRGER (Manfred Hopfenbach), SPINNER oder AHNUNGLOSE MENSCHEN (Werner Schmitz – ehemaliger Bürgermeister)bezeichnen und auch nicht durch Handgreiflichkeiten durch einen ehemaligen Beigeordneten der Stadt Hückelhoven (Dr. Herzberg) beeinflussen, nur weil wir gegen den Bau der L364n sind und unsere Meinung von den Politikern nicht gehört werden will. Wir kämpfen weiter für kostengünstigere, sinnvollere und umweltfreundlichere Alternativen und lassen uns durch diese Beleidigungen nicht beeinflussen! Denn wir leben in einer Demokratie und kämpfen ohne Beleidigungen weiter für unsere Meinung und unser gemeinsames Ziel.

 

Kämpfen sie weiterhin gemeinsam mit uns, der SPD, den Grünen und den parteilosen Stadtabgeordneten für unser Ziel! Am Dienstag findet um 18:30 Uhr eine öffentliche Bauausschusssitzung statt, in der wir durch unsere Anwesenheit weiterhin Druck auf die befürwortende Partei, durch unsere Anwesenheit ausüben wollen.

 

Vielen Dank fürs zuhören und vielen Dank bei 2.744 Unterschriften unter der Petition, welche nun an den Düsseldorfer Ausschuss weitergeben wird.